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Jan-Peter Frahm: Moose der Welt

Diesmal geht es um eine der ursprünglichsten Pflanzengruppen: Die Moose. Der Namensgeber unserer Mission, Jan-Peter Frahm, war der Urheber einer der wichtigsten Moossammlungen der Welt, die wir nun Stück für Stück in das Herbar des BGBM integrieren. Wie immer benötigen wir dazu Ihre Hilfe.

Anzahl Exemplare
8559
Koordinator
Andreas
Veröffentlichungsdatum
22 Januar 2018
Beitragen
10 Juli 2018

Die Vielfalt europäischer Sammlungen

Die neue Mission wurde eröffnet: Gezeigt werden Herbarbelege aus großen europäischen Sammlungen: Brüssel, London, Edinburgh, Berlin, Tartu und Paris.

20 Juni 2018

Demnächst: Die Vielfalt europäischer Sammlungen

Bald wird eine neue Mission eröffnet: Gezeigt werden Herbarbelege aus großen europäischen Sammlungen: Brüssel, London, Edinburgh, Berlin, Tartu und Paris.

15 Juni 2018

Die Bilder sind wieder da!

Entschuldigen Sie die Störungen. Die Bilder der Herbarbelege sind nun wieder sichtbar.

13 Juni 2018

Die Herbonauten in den Medien: Diesmal im Deutschlandfunk Kultur

Am Donnertag, den 14. März wird zwischen 19.05 Uhr und 19.30 Uhr in den "Zeitfragen" ein 7minütiger Beitrag über das Projekt der Herbonauten gesendet. Es kommt auch eine Herbonautin zu Wort. (Anschließend ist die Sendung online abrufbar).

16 März 2018

Ein Beitrag im Bayerischen Fernsehen über die Detektivarbeit der Herbonauten

Am 17. März wird ab 19.00 Uhr in der Sendung 'Gut zu wissen' ein Beitrag über die Herbonauten ausgestrahlt: https://www.br.de/br-fernsehen/programmkalender/ausstrahlung-1344852.html. Danach auch in der Mediathek abrufbar.

22 Januar 2018

Neu: eine Mission über Moose

Liebe Herbonautinnen und Herbonauten, diese Mission befasst sich mit den Etiketten einer bedeutenden Sammlung von Moosen. Diesmal wird es wieder einfacher, denn es sind viele Etiketten mit Druckschrift dabei.

130 Mitglieder
8558 Angesehene Exemplare
7683 Fertige Exemplare

Missionsstatus

Ziel : 128212 / 170000 Beiträge

Seitdem Moose vor etwa 450 Millionen Jahren als erste Pflanzen das Land eroberten, sind sie ein fester Bestandteil terrestrischer und aquatischer Ökosysteme und nahezu weltweit verbreitet. Ihr großes Verbreitungsgebiet verdanken die kleinen Pflanzen unter anderem ihrer ausgezeichneten Fähigkeit, Wasser zu speichern und langen Trockenperioden und Kälte trotzen zu können. Das Polster-Kissenmoos Grimmia pulvinata zum Beispiel stellt bei Dürre jede Lebenstätigkeit ein. Bei Wiederbefeuchtung kann es innerhalb von 10 bis 20 Minuten wieder erwachen, um kurz ein bisschen zu wachsen und anschließend wieder in den Dornröschenschlaf zu fallen[1].

Moose reagieren schnell auf Umweltveränderungen und können als Bioindikatoren eingesetzt werden, um unter anderem Luftqualität und Klimaschwankungen zu überprüfen. So finden sich an stark befahrenen Straßen oft  stickstoffliebende Moose, die sich an den durch Kraftfahrzeug-Katalysatoren freigesetzten Stickstoffverbindungen laben. Bestimmte Arten werden speziell in der Biotechnologie als Moosbioreaktoren zur Produktion von Biopharmazeutika verwendet. Auch am Klimaschutz beteiligen sich Moose: Torfmoose (Sphagnum-Arten), Hauptbestandteil der Hochmoore, dienen als riesige CO2-Speicher.  Weltweit haben sie eine größere Pflanzenmasse als die aller Regenwälder.

Moose sind keine natürliche Verwandtschaftsgruppe, sondern umfassen drei Evolutionslinien, welche das Fehlen von echten Wasserleitgefäßen gemeinsam haben: Laubmoose, Lebermoose und Hornmoose. Insgesamt gibt es etwa 16.000 bis 20.000 Moosarten, wobei die Laubmoose die artenreichste  Gruppe stellen.

Der Botanische Garten und das Botanische Museum Berlin (BGBM) hat eine der umfangreichsten Moossammlungen der Welt mit etwa 300.000 Exemplaren. Hinzu kommen nun 120.000 weitere Belege des deutschen Botanikers Prof. Dr. Jan-Peter Frahm (1945–2014), einem herausragenden Vertreter der modernen Moosforschung (Bryologie). Während seines Studiums und seiner professionellen Laufbahn an den Universitäten Hamburg, Kiel, Duisburg und Bonn verfasste Frahm über 600 wissenschaftliche Arbeiten und zahlreiche Bücher[2] und war maßgeblich an internationalen Forschungsprojekten beteiligt, bei denen auch die Berliner Mooswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Frey, Prof. Dr. Harald Kürschner und Dr. Gerald Parolly mitgewirkt haben.

Die Moossammlung von Jan-Peter Frahm ist eine der wichtigsten weltweit und wird nun Schritt für Schritt in das Herbarium des BGBM integriert. Durch Digitalisierung wird dabei die enorme Menge an Daten der Wissenschaft besser zugänglich gemacht, um beispielsweise Klimaveränderungen über die letzten Jahrzehnte anhand der von Moosarten statistisch zu untersuchen. Sie können dazu einen Beitrag leisten, indem Sie uns bei der Auswertung der digitalisierten Herbaretiketten helfen!

Wegen ihrer geringen Größe und zarten Struktur werden Moose nicht auf einen Papierbogen montiert, sondern getrocknet und lose in einem Umschlag aufbewahrt. Im Gegensatz zu Pflanzenbelegen auf Papierbögen ist die Digitalisierung von Moospflanzen sehr aufwendig und erfordert makro- und mikroskopische Aufnahmen von ausgebildeten Spezialisten. Daher werden bei der Foto-Digitalisierung einer so umfangreichen Sammlung nur die Etiketten auf den Umschlägen aufgenommen, so dass in dieser Mission keine einzelnen Moospflanzen zu sehen sind. Wir hoffen aber, Ihnen durch die Abbildungen auf dieser Seite trotzdem einen Eindruck verschaffen zu können, um welch spannende und ansehnliche Pflanzengruppe sich diese Mission dreht.

 

Viel Spaß!

 

 



[1] Siehe auch: Schaumann, C.-B.  & Stevens, A.-D. 2016: Der Moosgarten im Botanischen Garten Berlin. – Berlin, Botanischer Garten und Botanisches Musuem Berlin, Freie Univeristät Berlin und Friederike Schaumann-Stiftung.

[2] Z.B.: Frahm, J.P. & Frey, W.: Moosflora ( Ulmer);  Frahm, J.P., Biologie der Moose ( Spektrum); Frahm, J.P., Moose als Bioindikatoren ( Quelle&Meyer).


 

Exemplar Land Region Datum Sammler Ident. Ort Geolok. Unbenutzbar.
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