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Botanische Geschichtenerzähler - Apocynaceae Teil 2

In der letzten Mission bewegten wir uns bereits virtuell durch in (Süd-)ostasien, Australien und Ozeanien gesammelte Pflanzenfunde der sog. „Hundsgiftgewächse“. In dieser Mission geht es um pflanzliche Vertreter, die in den botanischen Wissenschaften derselben Familie angehören, aber in den regionalen Kontexten in Nordamerika, Lateinamerika und Cuba aufgesammelt wurden. Eine Spezialität dieser Mission: Die Erfassung wissenschaftlicher Pflanzennamen.

Anzahl Exemplare
2693
Koordinator
Theresa
Veröffentlichungsdatum
23 Februar 2022
Beitragen
25 Februar 2022

Zwei neue Missionen

Liebe Herbonauten, der Februar steckt voller Überraschungen! : ) Wir haben gleich zwei neue Missionen für Sie veröffentlicht: "Wer bin ich?" und "Gelbe Blüten Teil II". Freuen Sie sich auf neue Forschungsfragen!

23 Februar 2022

Neue Frage "Wissenschaftlicher Name"

Liebe Herbonauten, aller Anfang ist schwer! Die Frage "Wissenschaftlicher Name" ist ein Pilotprojekt in dieser Mission. Wir werden am Ende der Mission mit Ihnen gemeinsam entscheiden, ob die Frage weiterhin Teil zukünftiger Missionen sein soll.

30 Mitglieder
2693 Angesehene Exemplare
2691 Fertige Exemplare

Missionsstatus

Ziel : 2691 / 2693 Exemplare

In der letzten Mission bewegten wir uns bereits virtuell durch in (Süd-)ostasien, Australien und Ozeanien gesammelte Pflanzenfunde der sog. „Hundsgiftgewächse“. In dieser Mission geht es um pflanzliche Vertreter, die in den botanischen Wissenschaften derselben Familie angehören, aber in den regionalen Kontexten in Nordamerika, Lateinamerika und Cuba aufgesammelt wurden. Die globale Verbreitung dieser Pflanzenarten macht die sog. „Hundsgiftgewächse“ nicht nur für die botanischen Wissenschaften zu einem spannenden Forschungsfeld. Durch die Transkriptionen in dieser Mission tragen Sie dazu bei, die Herbarbelege für eine Vielzahl von Geschichten zu erschließen, die weit über die Archivregale eines Herbariums hinausgehen können.

 

Vielleicht werden wir auf Pflanzen der Gattung Apocynum treffen, die vor allem in der nördlichen Hemisphäre des Erdballs wachsen. Während Apocynum cannabinum beispielsweise für den Menschen sehr giftig sein können, gilt dies nicht für bestimmte Schmetterlingsarten. Für den Monarchfalter bieten diese Pflanzen während ihrer Blütezeit Nahrung und sind gleichzeitig Brutstätten für deren Larven. Vom Menschen wurde diese krautige Pflanze, auch „Indischer Hanf“ genannt, lange vor der Verbreitung der Baumwolle in indigenen Web- und Knüpfproduktionen in Nordostindien und Nordamerika zu Gebrauchsgegenständen, wie Körbe zur Aufbewahrung von Nahrung, Netzen oder Befestigungsstrukturen für Matten oder Hausdächer weiterverarbeitet. Welche Personen, Orte und Zeiträume spielen in den Aufsammlungen der verwandten Pflanzenarten der Apocynum, die sich heute im Herbarium des Botanischen Gartens Berlin befinden, eine Rolle? Finden Sie es mit uns in dieser Mission heraus.

Vielleicht werden wir virtuell auch der Apocynacea-Art Calotropis gigantea über den Weg laufen. Im Jahr 2005 veröffentlichten Wissenschaftler*innen des BGBM eine Studie zur Wiedereinführung dieser Pflanzenart auf der Insel Kuba, nachdem die Pflanze dort seit einem langen Zeitraum nicht mehr beschrieben und bestimmt worden war. Die auch unter dem Namen „Apfel von Sodom“ bekannte Pflanzenart war im späten 19. Jahrhunderts nicht nur Teil zeremonieller Lei-Girlanden im Hawaiianischen Königreich, sondern durch ihre chemischen und medizinischen Wirkungen wird sie von entsprechenden Expert*innen sowohl als Gift als auch als Heilmittel verwendet. Heben Sie mit uns die Schätze an dokumentierten Verbreitungsräumen und Botaniker*innen dieser botanischen Geschichtenerzähler der „Hundsgiftgewächse“ mithilfe der Herbarbelege dieser Mission!

Ein Vertreter der Apocynacea, deren Verbreitung vor allem in südlichen Hemisphäre des südamerikanischen Kontinents, wie zum Beipsiel den Ländern Argentinien, Bolivien oder Uruguay dokumentiert wurde, sind beispielsweise die mächtigen Bäume der Art Aspidosperma quebracho-blanco - aufgrund ihrer dicken Korkrinde und ihrem hartem Holz werden sie auch „weiße Quebrachobäume“ genannt. Der Name leitet sich aus dem Spanischen quebrar hacha ab und bedeutet „Axtbrecher“. Diesem Namen zum Trotz sind die hartgesottenen und gerbstoffreichen Bäume in ihren Beständen vieler Regionen durch Abholzung stark zurückgegangen. Wie viele „Botschafter“ dieser beeindruckenden Riesen werden in dieser Mission wohl dabei sein? Und wer waren die Botaniker*innen, die Belege dieser Pflanze zu einem Teil des im Botanischen Garten Berlin aufbewahrten naturhistorischen Erbes hinzugefügt haben?

 

Quellen:

http://old.swicofil.com/products/144apocynum.html

https://trc-leiden.nl/trc-needles/materials/fibres/indian-hemp

https://www.youtube.com/watch?v=8xgfQzpwnn0

https://worldmap-knowledge.com/articles/what-are-quebracho-trees.html

https://www.iucnredlist.org/species/61360735/61360739

http://tropical.theferns.info/viewtropical.php?id=Aspidosperma+quebracho-blanco

https://en.wikipedia.org/wiki/Calotropis_gigantea

Abbildungen:

Yellowstone National Park, Indian hemp along the Gardner river, Wikimedia Commons, lizenziert unter CCO

Calotropis gigantea, 2007, Wikimedia Commons, lizenziert unter CCO

Andrés González, Aspidosperma quebracho-blanco- Soriano, Palmar, Bosque parque al margen del Arroyo Vera 45, Wikimedia Commons, lizenziert unter CC-BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)

 

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