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Mittagsblumen, Lebende Steine und Eiskraut – eine Exkursion zu den Sukkulenten

In dieser Mission wollen wir Sie in die Familie Aizoaceae – die Eiskrautgewächse – mitnehmen. Das Hauptverbreitungszentrum dieser Familie liegt im südlichen Afrika, wo eine hohe Artendichte in den trockenen Gebieten angetroffen werden kann.

Anzahl Exemplare
1972
Koordinator
Agnes
Veröffentlichungsdatum
13 Juni 2022
Beitragen
14 Juni 2022

spezielle Sukkulenten

Liebe Herbonauten, eine weitere neue Mission steht bereit: es geht um die besondere Familie der Mittagsblumengewächse

24 Mitglieder
1972 Angesehene Exemplare
1972 Fertige Exemplare

Missionsstatus

Ziel : 1972 / 1972 Exemplare

In dieser Mission wollen wir Sie in die Familie Aizoaceae – die Eiskrautgewächse – mitnehmen.

Das Hauptverbreitungszentrum dieser Familie liegt im südlichen Afrika, wo eine hohe Artendichte in den trockenen Gebieten angetroffen werden kann.

Aizoaceae kommen aber auch in den trockenen Gebieten ganz Afrikas, über die Arabische Halbinsel weiter nach Indien und von dort aus über Malesien bis nach Australien vor. Auch in Amerika können Aizoaceae vorgefunden werden.

Einige Arten, wie Mesembryanthemum crystallinum oder Carpobrotus edulis sind heute jedoch durch menschlichen Einfluss praktisch weltweit in trockenen Gebieten zu finden. Manche Arten sind teilweise invasiv, bedingt durch ihre hohe Anpassungsfähigkeit und die Resistenz gegen Trockenzeiten.

Mittagsblumen sind einjährig oder ausdauernd, krautig oder teilweise verholzt. Als auffallende Besonderheit finden sich bei vielen Aizoaceae-Arten hochsukkulente Blätter, eine Anpassung an eine trockene Umgebung.
Je höher der Grad der Sukkulenz ist, desto dicker sind die Blätter und desto mehr nähern sie sich einer runden Form an.Aizoaceae Blüten

Den höchsten Sukkulenzgrad in dieser Familie und den ausdauernden Kräutern haben hier die „Lebenden Steine“ ausgebildet. Diese Arten haben extrem verkürzte Sprossachsen, an denen in jeder Vegetationsperiode meist nur ein einziges neues Blattpaar gebildet wird, das durch die Evolution in verblüffender Weise so an die direkte Umgebung der Pflanze angepasst ist, dass die Pflanzen praktisch unsichtbar sind, wenn sie nicht gerade blühen.

Die meisten Aizoaceae blühen mit auffallenden, großen und kräftig gefärbten Blüten, die während der Blütezeit die Landschaft mit atemberaubenden Blütenteppichen überdecken.

Schauen wir nun in unsere Sammlung im Herbar.

Einige Belege stammen von K. Dinter, die aus seinem Privat-Herbar stammen, das nach seinem Tod im Jahr 1945 durch seine Witwe Frau Jutta Dinter an das Museum gegeben wurde. Bei einigen dieser Belege ist sichtbar, dass mit ihnen gearbeitet wurde, so sind mehrfach einzelne Pflanzen mit dem Papier aus dem Spannbogen ausgeschnitten worden.

Weiter finden sich Belege der drei für Südafrika bedeutenden Sammler J. F. Drège, C. F. Ecklon und C. L. P. Zeyher.

Rudolf Schlechter und auch sein jüngerer Bruder Max Schlechter, haben auf Reisen in Afrika gesammelte Belege zur Sammlung in Berlin beigesteuert.

Aufsammlungen in kleinen Anzahlen sind auch von anderen bedeutenden historischen oder aktuellen Sammlern vorhanden; so z.B. von J. F. N. Bornmüller, P. E. E. Sintenis, G. Kunkel, H. J. E. Schlieben, E. Werdermann & H.-D. Oberdick, W. Greuter genannt sein.

Und auch einige Kostbarkeiten lassen sich entdecken, so wie die wenigen Belege, oder Einzelstücke von F. M. J. Welwitsch, C. G. Ehrenberg, P. B. Webb, H. M. L. Bolus, R. Brown, oder Material aus den Herbarien von K. P. J. Sprengel und L. C. Treviranus.

Weitere, wegen ihres Alters herausragende Stücke sind kultivierte Pflanzen von A.- W. Roth, die zwischen 1790 und 1815 aus seinem Garten stammen.

Aus diesem Herbar stammt auch ein besonderer Beleg – der älteste bisher im Generalherbar gefundene Beleg, der bei der Digitalisierung aufgetaucht ist. Er wurde im April 1760 präpariert.

Und weil das scheinbar an Juwelen noch nicht genug war, findet sich in dieser Familie auch einen Beleg, der aus dem Herbar von Carl von Linné stammt und 1766 an J. Beckmann ging, der ihn von seiner Reise nach Schweden mitbrachte.
Aus seinem Herbar ist das erst der zweite Beleg der bekannt ist.

Und nun – gehen Sie auf die Suche nach Ihrem „Gänsehaut-Moment“.

Wir wünschen viel Erfolg bei der Schatzsuche!

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